Funkmesstechnik & Funkablesung

Ein Funksystem für alle Verbrauchsdaten Ihrer Liegenschaft: Heizung, Warm- und Kaltwasser – abgelesen ohne Wohnungsbegehung, monatlich verfügbar und interoperabel nach offenem Standard.

Die Ablesung war jahrzehntelang der mühsamste Teil der Heiz- und Betriebskostenabrechnung: Termine ankündigen, Wohnungen betreten, nicht angetroffene Mieter erneut anfahren, am Ende doch schätzen. Funkmesstechnik löst dieses Problem grundlegend. Heizkostenverteiler, Wärmemengen- und Wasserzähler senden ihre Werte per Funk – zuverlässig, vollständig und ohne dass jemand die Wohnung betreten muss. Für Sie heißt das: pünktliche Abrechnungen, transparente Verbrauchsdaten für Ihre Bewohner und die gesetzlichen Pflichten der HeizkostenV automatisch erfüllt.

So arbeitet das Funksystem: Gateway-Funknetz oder Walk-by

Alle fernablesbaren Geräte in einer Liegenschaft senden ihre Verbrauchswerte in kurzen Funktelegrammen. Für den Empfang gibt es zwei Wege:

  • Gateway-Funknetz (stationär): Ein fest installierter Empfänger im Gebäude sammelt die Daten automatisch und kontinuierlich und übermittelt sie an unser Abrechnungssystem. Niemand muss vor Ort sein – die Werte liegen monatlich vor.
  • Walk-by (mobil): Ein Ableser erfasst die Funkdaten im Vorbeigehen – vom Treppenhaus oder von der Straße aus, ohne die Wohnungen zu betreten. Sinnvoll für Objekte, in denen (noch) kein Gateway installiert ist.

Welcher Weg zu Ihrem Objekt passt, hängt von Größe, Gebäudestruktur und Ihren Pflichten ab – der Ratgeber Funk oder Walk-by? vergleicht beide Varianten im Detail.

Interoperabel nach offenem Standard (OMS)

Die HeizkostenV-Novelle verlangt: Neu installierte Erfassungsgeräte müssen fernablesbar sein, und fernablesbare Geräte müssen interoperabel sein. Interoperabilität bedeutet, dass die Geräte nach einem offenen Standard wie OMS (Open Metering System) senden – Sie binden sich also nicht dauerhaft an einen einzelnen Hersteller oder Dienstleister. Wir setzen auf interoperable Funktechnik, damit Ihre Investition in die Gebäudeinfrastruktur zukunftssicher bleibt.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Keine Wohnungsbegehung: keine Terminkoordination, keine mehrfachen Anfahrten, kein Ärger mit Mietern.
  • Keine Schätzungen: vollständige Ablesequoten statt Ersatzwerten – das reduziert Widersprüche gegen die Abrechnung.
  • Monatliche Daten für die UVI: Mit einem Gateway liegen die Werte monatlich vor – die unterjährige Verbrauchsinformation nach § 6a HeizkostenV erstellen und versenden wir automatisch.
  • Störungen früh erkennen: Geräte melden ihren Status mit; ausbleibende Werte fallen sofort auf – nicht erst beim Jahresabschluss.
  • Transparenz für Bewohner: Regelmäßige Verbrauchsdaten machen Heizverhalten sichtbar und helfen beim Energiesparen.

Sie möchten Ihr Objekt auf Funk umstellen oder ein bestehendes Funksystem übernehmen lassen? Sprechen Sie mit uns – wir prüfen den Bestand und zeigen Ihnen den Weg dorthin.

Ein System, alle Messgeräte

Das Funksystem trägt sämtliche Erfassungsgeräte einer Liegenschaft – einmal eingerichtet, laufen alle Verbrauchsdaten zusammen:

Eine Übersicht aller Geräte finden Sie auf der Produktseite. Alle Geräte gibt es im Mietmodell inklusive Montage und turnusgemäßem Wechsel; die Übernahme von Bestandsgeräten anderer Messdienstleister ist möglich.

Für wen lohnt sich die Umstellung auf Funk?

  • Hausverwaltungen: Die Ablese-Logistik über viele Liegenschaften entfällt komplett; alle Daten kommen automatisch und termingerecht.
  • Wohnungsunternehmen: Digitale, monatliche Verbrauchsdaten als Grundlage für Reporting, UVI-Pflicht und effiziente Abrechnungsläufe im gesamten Portfolio.
  • WEG: Vollständige Messwerte ohne Begehungen – weniger Aufwand für den Verwalter, mehr Nachvollziehbarkeit für die Eigentümer.
  • Private Eigentümer: Gesetzeskonforme Erfassung und UVI ohne eigenes Zutun – auch für einzelne Mehrfamilienhäuser wirtschaftlich.

Häufige Fragen zur Funkablesung

Was ist der Unterschied zwischen Gateway-Funknetz und Walk-by?

Das Gateway sammelt die Daten automatisch und kontinuierlich im Gebäude; bei Walk-by werden sie im Vorbeigehen mobil erfasst – beides ohne Wohnungsbegehung.

Müssen neue Geräte fernablesbar sein?

Ja, nach der HeizkostenV-Novelle müssen neu installierte Erfassungsgeräte fernablesbar und fernablesbare Geräte interoperabel sein.

Was bedeutet OMS bzw. interoperabel?

Die Geräte senden nach einem offenen Standard – sie bleiben auch bei einem späteren Anbieterwechsel auslesbar und binden Sie nicht an einen Hersteller.

Brauche ich Funk für die monatliche Verbrauchsinformation?

Ja, die UVI nach § 6a HeizkostenV setzt fernablesbare Geräte voraus; mit Gateway liegen die Monatswerte automatisch vor. Ausführlich erklärt im Ratgeber Unterjährige Verbrauchsinformation (UVI).

Wie werden Störungen erkannt?

Die Geräte melden ihren Status mit – Auffälligkeiten fallen früh auf und werden behoben, bevor Lücken in der Abrechnung entstehen.

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